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Pflanzenschutz                             

 

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Individuelle Beratung bei Pflanzenschutzproblemen in unserer Gärtnerei

Spinnmilben an Zier- und Zimmerpflanzen:

Schadbild:
Spinnmilben saugen an den Blattunterseiten und bilden dort zarte Gespinstüberzüge. Die Blätter sehen zunächst weißlich gelb gefleckt aus, später vergilben sie und fallen ab. In Wohnungen werden vor allem Grünpflanzen, die in trockener und warmer Luft stehen, befallen.

Schaderreger:
Die grünlich-gelb oder rot gefärbte Spinnmilbe ist bis 0,7 mm groß. An Zimmerpflanzen tritt sie während des ganzen Jahres auf. Im Freien überwintert sie je nach Art als Spinnmilbe oder als Winterei an den Wirtspflanzen.

Gegenmaßnahmen:
Bei Zimmerpflanzen sind Präparate, die im Handel in Sprühdosen zu erhalten sind, zu empfehlen, wie beispielsweise:
Lizetan Spray
Neem Azal (giftfrei)

Bei größeren Pflanzenbeständen ist eine Spritzbehandlung mit beispielsweise Neudosan Neu Blattlausfrei 2 % (20 ml/1 l Wasser) (Kali-Seife) sinnvoller.

Bei der Ausbringung der Präparate ist darauf zu achten, dass die Blattunterseiten gut benetzt werden. Die Bekämpfungsmaßnahmen sollten unbedingt nach etwa 7 Tagen noch ein- bis zweimal wiederholt werden.

Alle genannten Präparate sind nicht bienengefährlich!

Natürliche Feinde der Spinnmilben sind Raubmilben. Sie sind jedoch nur für größere Pflanzeinheiten (Wintergarten) geeignet. Hinweise über die verschiedenen Bezugsquellen für Nützlinge können Sie bei uns  erfragen.

Blattläuse an Zier- und Zimmerpflanzen

Schadbild:
Die Blätter und Triebe sehen gekräuselt und verkrüppelt aus. Sie sind teilweise mit Honigtau und Rußtaupilzen überzogen.

Schaderreger:
Die grün, gelb oder schwarz gefärbten Blattläuse sitzen meist in großen Kolonien auf der Unterseite der Blätter, vor allem aber an den jüngeren Trieben. Zusätzlich werden die Blätter durch Rußtaupilze verunziert, die sich auf den Ausscheidungen der Läuse, dem sogenannten Honigtau, ansiedeln. Fast alle Zier- und Zimmerpflanzen werden von Blattläusen befallen.

Gegenmaßnahmen:
Bei Zimmerpflanzen sind Präparate, die in Sprühdosen angeboten werden, zu empfehlen wie beispielsweise  Lizetan-Spray. Ihr Einsatz ist auch im Hausgarten möglich. Bei größeren Pflanzenbeständen ist jedoch eine Spritzbehandlung mit beispielsweise Blattlausfrei Pirimor G (0,5 g/1 l Wasser) oder Neudosan NEU Blattlausfrei 2 % (20 ml/1 l Wasser) sinnvoller. Die Bekämpfungsmaßnahmen sollten, wenn erforderlich, noch ein- bis zweimal im Abstand von 4 bis 5 Tagen wiederholt werden. Für Topfpflanzen eignen sich auch z.B. Lizetan-Combistäbchen, von denen 1 Stäbchen/l Erde in den Topfballen gesteckt werden.

Alle genannten Präparate sind nicht bienengefährlich!

Für Kleingewächshäuser, Wintergärten oder Blumenfenster können auch Nützlinge wie Marienkäfer, Räuberische Gallmücken oder Florfliegen gegen Blattläuse eingesetzt werden. Hinweise über die verschiedenen Bezugsquellen für Nützlinge können Sie beim Fachhandel erfragen.

Weiße Fliege an Gurken, Stangenbohnen, Paprika und Tomaten im Kleingewächshaus

Schadbild:
Helle Saugstellen an den Blättern; die Pflanzen kümmern und vergilben. Klebriger Honigtau, auf dem sich später Schwärzepilze (Rußtau) ansiedeln, verschmutzt die Pflanzen einschließlich der Früchte. Unter den Blättern sind zahlreiche "Weiße Fliegen" sowie deren Larven und Eier zu finden.

Schaderreger:
Die Weiße Fliege ist eine nahe Verwandte der Blatt- und Schildläuse. Vier dachförmig stehende, weiße Flügelchen, die wie der Körper mit weißen Wachsausscheidungen bedeckt sind, kennzeichnen die einer geflügelten Blattlaus ähnelnden Alttiere. Diese, wie auch die ungeflügelten, platten, schildlausähnlichen, mehlig bepuderten Larven sowie die zunächst gelblich, später schwärzlich gefärbten Eier sind oft in großer Anzahl auf der Unterseite der Blätter zu finden.

Gegenmaßnahmen:
Durch hohe Temperaturen wird die Vermehrung der Weißen Fliege sehr stark gefördert. Daher bei sonnigem Wetter rechtzeitig lüften und gegebenenfalls die Kulturen beschatten. Die Weiße Fliege befällt auch zahlreiche Zierpflanzen (z. B. Fuchsien und Lantanen). Vermeiden Sie deshalb die Einschleppung der Tiere in das Gewächshaus durch Aufstellen befallener Beet- und Balkonpflanzen. Durch im Gewächshaus aufgehängte und mit Leim besprühte Gelbtafeln (z. B. Neudorffs Gelbtafeln "Hobby") kann eine Verminderung des Schädlingsbesatzes erreicht werden, wenn die Tafeln rechtzeitig und in ausreichender Zahl bei Befallsbeginn eingesetzt werden. Sie dienen jedoch auch der Feststellung des Anfangsbefalles, um weitere Maßnahmen einzuleiten.

Zum Beispiel ist die biologische Bekämpfung mit Schlupfwespen möglich. Schlupfwespen sind bereits im Erwerbsgartenbau mit Erfolg eingesetzt worden. Näheres dazu können Sie der AID-Broschüre Nr. 1030 "Biologische Schädlingsbekämpfung" entnehmen, die beim AID, Friedrich-Ebert-Str. 3, 53177 Bonn, bezogen werden kann.

Für die praktische Anwendung im Kleingewächshaus, Wintergarten und Blumenfenster des Hobbygärtners hat sich die Fa. W. Neudorff GmbH KG, Abt. Nutzorganismen, Postfach 1209, 31857 Emmerthal, ein besonderes Vertriebssystem ausgedacht: Für jede Nützlingsart ist im Samen- und Gartenfachhandel ein gesonderter Bestellgutschein erhältlich, der einige Kurzinformationen über den zu bekämpfenden Schädling, dessen Schadbild und den Nützling beinhaltet und eine Anforderungskarte enthält, welche auszufüllen und an die Zuchtstation einzusenden ist. Die für eine Gewächshausfläche von 10 m² ausreichende Menge an Nützlingen trifft dann wenige Tage nach Eingang des Bestellgutscheines oder zu einem gewünschten späteren Termin bei der angegebenen Lieferadresse ein. Integrierbar ist das nützlingsschonende Präparat Neudosan Neu Blattlausfrei. Maximal 5 Anwendungen

 

 

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Impressum:

Anschrift: 1A Garten Ammer - Plattlinger Str. 28 - 94486 Osterhofen 

Inhaber: Paul Ammer

verantwortlich für den Inhalt: Paul Ammer (v.i.S.d.MDStV)

 

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Stand: 24. Februar 2010